Der Warp

Der Warp. Undendliche Qualen…
Die Solaris setzte, kurz vor dem eigentlichen Sprungpunkt bei Malfi, in den Warp über. Hätten sie erst das Gellerfeld aufgebaut, wären sie durch eine Laserlanze Mittschiffs zerteilt worden. Hätten sie das Gellerfeld aufgebaut, wären der Besatzung unendliche Qualen erspart geblieben.

Cerberos sprach“ Dies ist Lord Perra, euer neuer Kommandant. Wer ihm dient, soll mit seinem Leben belohnt werden.“ Darauf nahm der Terminator in den Farben Slannesh´s den Schädel des ersten Offiziers in seine gewaltige Faust, mit den Worten „ Dieses Schiff wird einen mir würdigen Namen von mir erhalten und der Beginn von etwas größerem sein. Cerberos wird mein erster Offizier und dieser hier wird nun für seines alten Captains Sünden Büsen!“ Dann begab er sich mit der armen Seele in seinen Bereitschaftsraum.
Das flackern des Warp war im gesamten Schiff zu spüren. Beinahe wie das Hitzeflimmern an heißen Tagen. Farbige Wolken durchströmten geisterhaft die Hauptbrücke. Die Wolken kamen einfach durch die Wände und Aussichtsfenster herein, wirbelten wie Staube im Licht herum und verschwanden plötzlich, als das Schiff zu beben begann. Das Licht flackerte erst, und blieb dann ganz aus. Lediglich die blauen und grünen der Cogitatoren und Holofelder erleuchteten die Umgebung. Panik ging unübersehbar in der Besatzung umher, Ratlosigkeit, Verzweiflung…dann bildete sich eine neue Wolke wirbelnder, roter Energie inmitten der Brücke. Die Wolke bildete die Schemenhaften Konturen eines gewaltigen, mutierten Ochsenschädels. Messerscharfe Zähne spickten ihn, schwarze ölige Ranken mit eingeflochtenen Knochen und Schädeln entsprangen ihm. Der Atem des Todes war für alle zu vernehmen, als der Dämonenschäde l zwei Worte sprach:“ frisches Fleisch…“ Sogar Syphilis, Cerberos und Konrad mussten einen Moment innehalten, überrascht, angesichts dieser neuen Wendung, dann zersprühte der Schädel in viele kleine, tentakelähnliche Wolken, rotglühender Energie. Die Energiewolken durchstießen jeden einzelnen auf der Brücke und verschwanden durch die Wände um das ganze Schiff heim zu suchen. Die Brückenbesatzung wurde wortwörtlich zerrissen und in blutigen Nebel verwandelt, oder brach von innen heraus auf, um sich als rasende Chaosbruten gegenseitig zu zerfleischen. Einer der Navigatoren wuchs um ein vielfaches an und verschlang seine beiden Gefährten in einem tausendfach bezahntem Schlund, nur damit die beiden wieder aus seinem Rücken herausquollen und bis zur Hüfte aus einen Haufen stinkender Fleischmasse spastisch zuckend mit ihrer Navigatorenkanzel verschmolzen. Cogitatoren , Konsolen, Wandverkleidungsplatten , Bodengitter…einfach alles begann zu vibrieren, sich zu verändern, zu verschmelzen, miteinander und auch mit den Überresten der Besatzung. Bis alles eine groteske neue Beschaffenheit annahm. Die komplette Kommunikationscrew verschmolz mit ihren Stühlen, Kabel durchstießen ihre Körper und Mikrofone und Kopfhörer vereinten sich mit ihrem Fleisch, begleitet von qualvollen Schmerzensschreien. Kabel durchstießen von innen ihre Augen und liefen in dicken Bündeln zurück in die Konsolen. Die Korridore der Solaris brachen an Wänden und dem Boden auf und riesige schwarze Hörner wuchsen daraus, oder sie nahmen plötzlich Biegungen und Windungen an. Ein Schauder lies das Schiff letztlich aufbeben, als knochige Auswüchse sogar auf der Außenhaut entstanden, und ein Wirbelsäulenartigen Konstrukt das Schiff überzog.

Dämonen, Geister des Warp, Boten des Chaos manifestierten sich auf dem gesamten Schiff und fielen über die Besatzung her. Was bei ihrer qualvollen Mutation schon beinahe einem Akt der Gnade gleichkam. Rote Dämonen, straffe, sehnige Körper, feucht von Blut mit schwarzen Hörnern und wabernden Klingen richteten ein unvergleichbares Blutbad auf den Passagierdecks an, währen farbige Strudel mit einer Unzahl an klaffenden Mäulern flammen spuckend dem Großteil der Besatzung den gar aus machte. Kreischende, beinahe weibliche Bestien gingen umher und zerrissen mit Ihren Klauen Leitungen, Servitoren, Frauen, Kinder und Besatzung gleichermaßen, nur um durch die Schreie noch wilder angetrieben zu werden. Der Warpkern selbst wurde heimgesucht von kleinen grünen Bestien, die sich darin einnisteten und ihr eigenes Gedärm hinter sich herzogen. Stinkender Seim quoll aus allen Leitungen und zwischen den Kontrollpulten heraus und eine Art Kokon bildete sich um die Plasmazelle, welche den Warpkern mit nunmehr tatsächlicher Warpenergie durchflutete.

Solch ein Opfer hatte der Warp schon lange nicht mehr genießen können, und als die Umwandlung abgeschlossen war, stellte Lord Perra fest, dass er mit seinem neuen Kult nun auf dem weg war tatsächlich den Kreuzzug anführen zu können…

Der Warp

Dunkle Abgründe Jox